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Bauhausstil oder Konstruktivismus? Bauhausstil oder Konstruktivismus?

098 - Ludwig Mies van der Rohe TischMuseum für Konkrete Kunst

Bauhausstil oder Konstruktivismus
Aufbruch der Moderne in den Zentren
Berlin – Bauhaus – Hannover – Stuttgart – Frankfurt

Laufzeit: 12. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009
Eröffnung: Samstag, 11. Oktober 2008, 20:00 Uhr

 

Der Konstruktivismus hat das Bild der Moderne stärker geprägt als jede andere Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts. Nie standen bildende Kunst, Architektur, Typographie und Produktdesign in einer engeren Beziehung zueinander und haben sich gegenseitig stärker beeinflusst – so konnten die künstlerischen Ideen der 20er Jahre unmittelbar Eingang in die moderne Lebenswelt finden.

Die Ausstellung „Bauhausstil oder Konstruktivismus?“ im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt stellt dieses Phänomen erstmals vor dem Hintergrund der wichtigsten deutschen Schauplätze, an denen diese Entwicklung stattfand, umfangreich vor. Sie präsentiert Werke der wegweisenden Künstler, Gestalter und Architekten der 20er Jahre, etwa von Kurt Schwitters, El Lissitzky, Wassily Kandinsky, Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Jan Tschichold oder Willi Baumeister.

Nachdem die konstruktivistische Kunst zu Beginn des Jahrhunderts in den Niederlanden (‚De Stijl’) und in Russland (Suprematisten und Konstruktivisten um Kasimir Malewitsch und El Lissitzky) ihren Anfang genommen hatte, erfuhr sie in den 20er Jahren in Deutschland ihre entscheidende Fortentwicklung. Hier trafen Künstler aus verschiedenen Teilen Europas zusammen, um gemeinsam am ästhetischen Projekt der Moderne zu arbeiten. So haben etwa El Lissitzky, der Ungar László Moholy-Nagy und der Niederländer Theo van Doesburg für längere Zeit in Deutschland gewirkt.

Die bekannteste Institution der Moderne ist sicherlich das Bauhaus, das in der allgemeinen Wahrnehmung am nachhaltigsten mit fortschrittlichem Design und moderner Architektur verbunden wird – sowohl heute als auch bereits in den 20er Jahren. Doch auch in anderen Städten wurden bedeutende Meilensteine für die Entwicklung der modernen Gestaltung gesetzt.

Berlin kam hierbei die Rolle des wichtigsten Sammelbeckens zu, in dem viele Künstler erstmals zusammentrafen. Aber auch die Weißenhofsiedlung in Stuttgart, das Projekt Das Neue Frankfurt sowie die Künstlergruppe die abstrakten hannover und die Grafikervereinigung ring neue werbegestalter in Hannover waren bestimmend für die Ästhetik der Moderne. Auffällig sind hierbei der enge Austausch, der zwischen diesen Zentren stattfand, und die enge Zusammenarbeit der Künstler untereinander.

In Ingolstadt werden Arbeiten der wichtigsten konstruktivistischen Künstler der 20er Jahre wegweisenden Werken aus dem Bereich der angewandten Kunst gegenübergestellt. Produktdesign, Typographie und Architektur werden so in den Kontext der bildenden Kunst eingebunden, wodurch die gegenseitigen Einflüsse offensichtlich werden. Angesichts des bevorstehenden Jubiläumsjahres des Bauhauses 2009 soll die Ausstellung zeigen, dass nicht nur am Bauhaus, sondern auch an anderen Orten und Institutionen ebenso entscheidende und für die Gestaltung der modernen Lebenswelt teilweise entscheidendere Entwicklungen stattgefunden haben.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Wienand Verlag.

Hinweis:

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Termine

12.10.2008 - Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt

Kontakt

Museum für Konkrete Kunst

Pressekontakt

Dorothea Niggemeier
Tel. 0841 / 379 36171

2008-10-01 13:45

Kunstsommer am Spittelberg Kunstsommer am Spittelberg

Sandra PlomerUm das künstlerische Sommerloch zu füllen veranstaltet der Verein „Kunst und Handwerk vom Künstler“ in den Sommermonaten Kunsthandwerksmärkte im idyllischen Ambiente des Spittelbergs. Monatlich kommen 15 Künstler und Künstlerinnen hier zusammen und präsentieren eine breite Palette an Kunsthandwerk aus eigener Erzeugung. Der persönliche Kontakt zum Erzeuger steht hier an erster Stelle. Neben einen Marktbuffet und musikalischer Begleitung kann man diese Erzeugnisse, die von Glas über Filz und Holz bis hin zu Unikaten aus Silber reichen, bewundern. Ich freue mich ankündigen zu können, dass ich sowohl am Handwerksmarkt im August wie auch im September anwesend sein werde. Als gelernte Gold- und Silberschmiedin fertige ich nach eigenem Entwurf Schmuckstücke in Sterling Silber, teilweise kombiniert mit diversen (Halb-)Edelsteinen, an. Jedes Schmuckstück ist in Handarbeit individuell hergestellt und 100%ig ein Unikat!

Termine:
Samstag 2. und Sonntag 3. August 2008
Samstag 6. und Sonntag 7. September 2008
           
Jeweils von 11- 20 Uhr

Ort: 1070 Wien, Spittelberggasse

Sandra Plomer

2008-07-29 14:18

Sound of Art. Musik in der bildenden Kunst Sound of Art. Musik in der bildenden Kunst

Sound of Art.

Musik in der biSound of Artldenden Kunst.
Les Grands Spectacles III. 
19.07.08 – 12.10.08

Eröffnung: Sa 19.07.08, 11:00 Uhr

Die Ausstellungstrilogie „Les Grands Spectacles“ wird diesen Sommer mit dem Thema der Musik in der bildenden Kunst abgerundet. Die Ausstellung zeigt Partituren, Objekte, Fotografien, Videos und Videoinstallationen, Aufzeichnungen von Aktionen und vieles andere mehr. Sie setzt gleich an ihrem Beginn jene Akzente, die zu ihrem Leitfaden gehören: die radikale Abwendung der Kunst in ihren Avantgardebewegungen am Beginn des 20. Jahrhunderts von der bürgerlichen Kultur des 19. Jahrhunderts. Virtuosität, Geniekult, klassische Instrumente, musikalische Harmonien und Melodien wurden radikal in Frage gestellt.

So setzen die jungen Künstler des italienischen Futurismus der harmonischen Musik die Geräusche des Alltags und der zunehmenden Technik gegenüber; Luigi Russolo erfindet dazu eigene Instrumente, die „Intonarumori“. Auf die politische Seite des Futurismus spielt sehr viel später wiederum Günther Uecker mit seinem „Terrororchester“ an, das sich aus Geräusche produzierenden Objekten zusammensetzt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts führt der amerikanische Musiker John Cage eine neue Verschmelzung der Künste in Hinblick auf Klangorganisierung und Wahrnehmung der Zuhörer in die Musikund Kunstwelt ein. Zahlreiche Künstler widmen dieser zentralen Vermittlerfigur zwischen bildender Kunst und Musik in der Folge Objekte. Als wichtiger Anreger für die Fluxusbewegung werden jene Werke von Fluxuskünstlern gezeigt, die sich auf Cage direkt beziehen, seinen Hang sowohl zur Veränderung technischer Aspekte, wie auch der Einbeziehung des Elektronischen aufnehmen oder in den Aktionen der Fluxusbewegung das Prinzip eines „kalkulierten Zufalls“ weiterführen. 1959 entwickelt Nam June Paik in seiner „Hommage à John Cage“ erstmals das Konzept seiner Aktionsmusik: Hier haben zufällige Töne und Geräusche den gleichen Stellenwert wie etwa die klassischen Klänge eines Instruments oder die Augenblicke der Stille.

Aber auch die Korrespondenz von Körper und Instrument wird in der Fluxusbewegung sichtbar gemacht. 1967 tritt die Cellistin Charlotte Moorman in der Aufführung der „Opera sextronique“ (von Nam June Paik) halbnackt auf und macht damit die offenbar obszöne Korrespondenz zwischen dem anthropomorphen Cello und der Cellistin explizit. Diesen und weiteren Kunstwerken, welche die Verbindung von Körper und Instrument deutlich werden lassen, stehen die Bilder des 19. Jahrhunderts gegenüber, die noch Frauen am Klavier in entsprechender genormter Distanz und Haltung zeigen. Karikaturen auf Niccolò Paganini oder Ludwig van Beethoven am Ende des Ausstellungsparcours schließen den Kreis als frühe Vorboten einer Gegenbewegung, die zur künstlerischen Avantgarde am Beginn des 20. Jahrhunderts als Kunstprinzip den Dilettanten, das Anti-Virtuose hervorbringt.

Kuratorinnen: Brigitte Felderer, Eleonora Louis
Kuratorische Mitarbeit: Andrea Hofinger, Tina TeufelAber auch die

2008-07-20 01:41

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